
07.11.2011 - DRK stellt sich den Herausforderungen
Engagement Hohe Leistungsbereitschaft auf zahlreichen sozialen Gebieten
Von unserer Mitarbeiterin Beate Christ
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Jörg Backhaus (Mitte) wurde mit der Verdienstmedaille des DRK-Landesverbandes für sein Engagement ausgezeichnet. Ein besonderer Dank wurde den beiden scheidenden Vorstandsmitgliedern Dr. Klaus Nilson (2. von rechts) und Erwin Betzing (2. von links) ausgesprochen. DRK-Landespräsident Rainer Kaul (links) und der Kreisvorsitzende Klaus Dalpke (rechts) dankten den passionierten Helfern. Foto: Beate Christ |
M Vettelschoß. Wie ein roter Faden zieht sich das Deutsche Rote Kreuz (DRK) durch das Leben von Jörg Backhaus. Er begann im Jugendrotkreuz Vettelschoß, wurde stellvertretender Jugendrotkreuzleiter im Kreisverband, Bereitschaftsleiter, Ausbilder und nicht zuletzt sogar hauptamtlicher Mitarbeiter des DRK. Der „Rotkreuzler aus Passion“, wie ihn der Vorsitzende des Kreisverbandes, Klaus Dalpke, nannte, wurde jetzt für seinen unermüdlichen Einsatz mit der Verdienstmedaille des DRK-Landesverbandes ausgezeichnet. Es sind Menschen wie Jörg Backhaus, die das Rote Kreuz zu dem machen, was es ist: eine Organisation, die mit vielen ehren- und hauptamtlichen Mitarbeitern Hilfsbereitschaft und soziales Engagement in den Mittelpunkt stellt.
Bei der Kreisversammlung des DRK-Kreisverbandes Neuwied im Vettelschosser Bürgerhaus wurde deutlich, dass das DRK kaum noch aus unserer Gesellschaft wegzudenken ist. Dies zeigte auch der Leistungsbericht der Organisation. „Der Kreisverband zeichnet sich besonders durch seine Vielfältigkeit und seine Leistungsbereitschaft auf zahlreichen sozialen Gebieten aus“, sagte Dalpke. Er hob nicht nur die Breitenausbildung hervor, in der der Kreisverband führend in Rheinland-Pfalz ist, sondern auch den sozialen Service, den das DRK als neues Betätigungsfeld aufbaut.
Denn dies ist, da ist sich auch Landrat Rainer Kaul, zugleich Präsident des DRK-Landesverbandes, sicher, eine der großen Herausforderungen für die Zukunft. „Mit Blick auf den demografischen Wandel gilt es, zu schauen, was auf uns zukommt. Das DRK ist prädestiniert, sich dieser Herausforderung zu stellen“, sagte Kaul. „Wir sind nicht nur ein Hilfeleistungs-, sondern auch ein Sozialverband, der sich um Menschen in allen Lebenssituationen kümmern muss“, fügte er hinzu.
Doch auch das DRK hat Nachwuchssorgen, und mit Abschaffung der Wehrpflicht gehen dem Roten Kreuz viele junge Menschen verloren, die sich früher für den Zivildienst beim DRK entschieden hatten. „Viele haben über den Zivildienst in einen sozialen Beruf gefunden“, sagte Kaul. Es sei an der Zeit, nun für den Freiwilligendienst zu werben, junge Leute für soziale Berufe zu begeistern und so dem drohenden Fachkräftemangel entgegenzuwirken.
Derzeit engagieren sich in 13 Ortsvereinen des Kreisverbandes Neuwied 305 Mitglieder im aktiven Dienst, dem Jugendrotkreuz gehören 179 junge Menschen an. All diesen Aktiven, die in der Vergangenheit immer wieder mit Freude ihre Freizeit für den Dienst am Menschen geopfert haben, sprach Rainer Kaul Lob und Dank aus. „Das sind Menschen, die sich freiwillig über das geforderte Maß hinaus engagieren. Diese Menschen müssen gefördert werden“, meinte Kaul. Und: „Wir müssen wieder mehr werden.“ Denn alle 50 Sekunden, so rechnete es Kaul vor, seien die Rettungsdienste des Roten Kreuzes im Land im Einsatz. Allein im Kreis rückten die Rettungsdienste im Jahr 6124-mal mehr aus als noch vor fünf Jahren.
RZ Linz, Neuwied vom Montag, 7. November 2011, Seite 12

